Studierende wohl eher eine Last für die Stadt – Umdenken gefordert!

Zu den fehlenden kulturellen Angeboten haben schon andere etwas geschrieben.
Geprägt von 7 Studiwohnheimen und dem Campus der Hochschule wäre eigentlich Potenzial da für den Stadtteil – anders als in den meisten deutschen Unistädten ist das Nordend jedoch weitestgehend “tot”.

Gerade als Studienanfänger:in sind kulturelle Veranstaltungen aber auch Bars, Restaurants, Biergärten, Parks usw. zur Erschließung von neuen Kontakten aber auch der Stadt selbst enrom wichtig um sich wohl zu fühlen. Aus Mangel an attraktiven Angeboten hocken stattdessen viele allein im Zimmer ihres anonymen Studiwohnheims und pendeln zum Wochenende wieder in ihre alte Heimat und kommen so nie richtig in Fulda an. Das Potenzial was in dem Zuzug junger qualifizierter und gebildeter Erwachsener steckt und eine gesunde studentische Szene die sich mit ihrer Stadt identifiziert, einbringen könnte, hat die Stadt scheinbar noch nie so richtig verstanden – jedenfalls fühlt es sich so an.

Leider ist das ein grundsätzliches Problem der Stadt Fulda. Während in den letzten Jahren immer mehr junge Menschen aus allen Teilen Deutschlands und der Welt zum Studieren nach Fulda kommen, schrumpft das Angebot und die Attraktivität für junge Menschen. Da steht sich die Stadt und ihre Behörden mit oft nicht nachvollziehbaren, verkopften und zu konservativen Anätzen meist selbst im Weg. Beispielhaft seien hier nur mal selbstorganisierte studentische Kulturveranstaltungen genannt, die von Jahr zu Jahr mit immer absurderen Auflagen an den Rand der Existenz gedrängt wurden. Auch der Umgang mit dem bisschen Subkultur rund um “L14” war beispielhaft, wie wenig Interesse die Stadt an der Studierendenschaft und jungen Erwachsenen bzw ihren Projekten hat. Man bekommt eher den Eindruck, die Hochschule und ihre Studierendenschaft sei der Stadt eher lästig und erkennt nicht die Wichtigkeit für den Standort Fulda und das Potenzial für die gesamte Region. Ich denke eine Region wie Fulda kann sich diese Haltung gegenüber den jungen Generationen einfach nicht mehr leisten und wird die vertanen Chancen künftig selbst sehr zu spüren bekommen. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels werden die Studierendenzahlen nach den geburtenstarken Jahrgängen wieder sinken und sich auf gute und attraktive Unistädte konzentrieren. Es besteht eine große un begründete Gefahr, dass die Stadt Fulda hier auf der Strecke bleibt und ihre Chancen einfach verschläft.

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